Die Corona-Hysterie kritisch hinterfragen, das SARS-CoV2 und seine Auswirkung dialektisch untersuchen

1. Ich stimme der Kritik der MLPD an der massiven Einschränkung bürgerlich-demokratischer Rechte uneingeschränkt zu.
2. Ich habe gleichzeitig prinzipielle Kritik an der unkritischen Übernahme der allgemein verbreiteten Corona-Hysterie.

Die Regierung nutzt gegenwärtig die massiv erzeugte Angst in der Bevölkerung, um Dinge durchzusetzen, die sonst kaum denkbar gewesen wären. Nullrunde bei Metall, Verlängerung der maximalen Arbeitszeit bei Verringerung der minimalen Erholungszeit, faktische Abschaffung des Demonstrationsrechts etc. Das geht bis zur zeitlich unbegrenzten Aufhebung der Unverletzlichkeit der Wohnung etc.

Die streng wissenschaftliche Beurteilung, wie und für wen der neue Corona-Virus gefährlich ist, ist deshalb von zentraler Bedeutung.
Denn die erzeugte Angst hindert eine große Menge von Menschen daran, kritisch zu hinterfragen.

Hitler und Göbbels haben einer großen Masse Menschen weisgemacht, die Juden wären schuld an ihrem Elend, ihrer Arbeitslosigkeit usw. Und sehr viele sind dem gefolgt und haben dem Massenmord an den Juden zugesehen.

Heute wird einer großen Masse weisgemacht, das neue Corona-Virus wäre ein Killervirus, dem man den Krieg ansagen müsse. Derart mit Angst besetzt, folgen viele ansonsten durchaus kritische Menschen unkritisch allen Maßnahmen und Verordnungen, seien sie sinnvoll oder nicht.

Diese Dämonisierung wird vom Internationalen Bündnis mit diesem unsäglichen Aufkleber (https://bit.ly/2RrQ9og) perfekt abgebildet, der grafisch nicht das Monopolkapital, sondern das tückische Virus zum Hauptgegner erklärt. Einen Virus als grinsendes vampiristisches Wesen darzustellen, ist meiner Meinung nach eine furchtbare Vulgarisierung, die so gar nicht einem wissenschaftlichen Vorgehen entspricht.

Unwissenschaftliche Dämonisierung eines Virus

Selbst die offiziellen Zahlen, seien es die vom Robert Koch-Institut oder des italienischen zentralen epidemiologischen Instituts stützen in keiner Weise die Mär vom Killervirus, von einer menschheitsbedrohenden Pandemie.

Der Kern der medialen Hysterie-Kampagne ist die Veröffentlichung der anwachsenden Infizierten- bzw. Toten-Zahlen von Tag zu Tag. „Flatten the Curve“ ist zur Massenlosung geworden, die Angst vor einer Überlastung des Gesundheitswesens, speziell der Intensiv-Stationen macht die Runde und weite Teile der Belegschaften kirre.

Tatsache ist aber, daß die Zahlen, die wir haben (die Datenlage ist erstaunlich schlecht für so ein hochorganisiertes Land) diese Hysterie überhaupt nicht rechtfertigen.

Der zu Beginn des „Lockdowns“ angegebene R0-Wert (wieviele andere Menschen werden von einem Infizierten angesteckt) von ca. 3 (drei) lässt sich in den RKI-Zahlen nirgends finden.

Im Gegenteil: die größte Annäherung an die Wirklichkeit ergibt einen maximalen R0-Wert von unter 1,3 (siehe https://bit.ly/2JVVznm), zuletzt von 1,04 (siehe https://bit.ly/2XqhN95)

Ausschließlich den Anstieg der registrierten Infizierten- und Toten-Zahlen zu betrachten, ohne diese in Bezug zur Zahl der getesteten Personen zu setzen, ist extrem unwissenschaftlich und bedient per se ausschließlich die (gewünschten) Emotionen wie Angst und Panik, statt in das Wesen dieses Virus, dieser Krankheit und seiner Verbreitung zu dringen.

Die Auswertungen des italienischen epidemiologischen Zentrums (https://bit.ly/2wxslbm) ergeben, daß das Durchschnittsalter der COVID-19 Verstorbenen bei 80 Jahren liegt.
93% der Verstorbenen hatten eine oder mehr chronische Vorerkrankungen. 73% der Verstorbenen hatten zwei oder mehr chronische Vorerkrankungen. 50% der Verstorbenen hatten drei oder mehr chronische Vorerkrankungen. Zu den chronischen Vorerkrankungen zählen insbesondere Herz-Kreislauf-Probleme, Diabetes, Atemprobleme und Krebs.

Ein Schelm, der denkt, daß durchschnittlich 80-jährige mit mehreren chronischen Grunderkrankungen hochwahrscheinlich auch an einer Influenza gestorben wären.

Die besondere Schwere der Corona-Welle in Norditalien wird neben dem runtergewirtschafteten öffentlichen Gesundheitssystem durch die extreme Luftverschmutzung in dieser Region bedingt.

Die Europäische Raumfahrt Agentur (ESA) dokumentiert die Luftverschmutzung mit Satelliten-Aufnahmen: https://bit.ly/2JWK52O
Dementsprechend hoch ist schon vor Corona die gesundheitliche Belastung durch Dauersmog in dieser Region: https://www.srf.ch/news/international/massive-schadstoffbelastung-nirgendwo-erkranken-so-viele-wegen-smog-wie-in-norditalien

Nicht verwunderlich, daß es in Wuhan das gleiche Problem gibt: https://cnn.it/39X9zYv

Auch erwähnenswert ist die Tatsache, daß sich neben Griechenland in Italien eine besonders hohe Antibiotika-Resistenz entwickelt hat (siehe: https://bit.ly/3cb9XEu). Das schlägt zu Buche, wenn sich Corona-Infizierte dann noch zusätzlich eine bakterielle Lungenentzündung zuziehen, was bei Vorerkrankten ein häufiger Vorgang ist.

Ich bin beileibe nicht der Meinung, ich wäre ein guter Wissenschaftler, aber ich bin in der Lage, einen kühlen Kopf zu bewahren und die zur Verfügung stehenden Daten/Fakten zu suchen und bewerten.

Der auch von mir hochgeschätzte Friedrich Engels schrieb in seiner Dialektik der Natur (auf Seite 51 der VNW-Ausgabe): „Darüber sind wir alle einig, daß auf jedem wissenschaftlichen Gebiet in Natur wie Geschichte von den gegebenen Tatsachen* auszugehn ist, in der Naturwissenschaft also von den verschiednen sachlichen und Bewegungsformen der Materie; daß also auch in der theoretischen Naturwissenschaft die Zusammenhänge nicht in die Tatsachen hineinzukonstruieren, sondern aus ihnen zu entdecken und, wenn entdeckt, erfahrungsmäßig soweit dies möglich nachzuweisen sind.“

COVID-19 ist eine ernst zu nehmende Krankheit, die wie die Influenza (ohne passenden Impfstoff dagegen) in der Lage ist, vorerkrankte alte Menschen in großer Zahl schwer erkranken und sterben zu lassen (weshalb es richtig ist, diese Menschen besonders zu schützen, nicht isolieren, sondern schützen).

Nicht weniger. Aber auch nicht mehr.

 

* Hervorhebung durch Friedrich Engels