Ein R0-Wert von unter 1,3 kann keine #Notstandsmaßnahmen rechtfertigen. Lassen wir uns nicht anstecken von der Infektion freiwilliger Selbstunterwerfung

Dazu kam als Kritik von R.B.:

Es wäre redlich gewesen, auch die akkumulierten Testzahlen bis KW 10 zu nennen: 87863 Tests mit 3,14% positiv, zur Woche 11 ein Faktor von 1,9; also fast eine Verdoppelung in einer Woche. Unabhängig davon sind die Prozentzahlen nicht aussagekräftig, es wird ja nicht flächendeckend oder ein repräsentativer Schnitt der Bevölkerung getestet. Stattdessen werden nur begründete Verdachtsfälle getestet; diese zum Teil aber mehrfach. Andererseits gibt es im Netz genügend Kommentatoren, die sich beschweren, sie wären trotz vorhandener Symptome nicht getestet worden. Wenn du den Infiziertenzahlen nicht traust, solltest du dir die Todeszahlen anschauen: Die wachsen deutlich exponentiell und vervierfachen sich in Deutschland derzeit pro Woche. Die mir bekannten Regierungschefs die Corona als harmlos abtaten, waren Gestalten wie Johnson, Trump und Bolsonaro – nur der letzte hält mittlerweile noch an seiner Meinung fest.

Meine Antwort:

Moin R.,

… wenn ich mal andere Zahlen gefunden hätte!

Erst am 26.3. war auf der rki.de Seite neben Infizierten- und Verstorbenen-Zahlen auch die Zahl der Testungen genannt.

Hier: https://fragdenstaat.de/…/tagliche-veroffentlichung…/… habe ich beim RKI um vollständigeres statistisches Material gebeten. Wie Du in der Antwort siehst, gibt es lediglich jeden Mittwoch die Zahl der Testungen. Warum eigentlich nicht täglich? Die Infizierten-Zahlen kommen ja auch täglich.

Deine Zahlen von der Woche 10 waren mir bisher unbekannt (was ist die Quelle?), sonst hätte ich sie mit verarbeitet.
Wenn sie stimmen, hätten wir den erstaunlichen Effekt, daß der R0-Wert von 1,9 auf 1,15 sinkt – in einem Zeitraum, als der Lockdown noch gar nicht beschlossen war und sich die Leute auf Festivals und Konzerten noch anpusteten. Die Inkubationszeit noch nicht mal einberechnet.

Tatsächlich ist die Zahlenbasis äußerst ungenau. Was besseres als beim RKI habe ich nicht gefunden. Und das ist dürftig genug.

Deshalb habe ich die Petition: https://www.openpetition.de/…/fuehren-sie-die-baseline… unterstützt. Damit wirklich aussagekräftige Daten zur Beurteilung der angenommenen Pandemie existieren.

Eigentlich erstaunlich, daß so eine Petition im sonst so genauen Behörden-Deutschland notwendig ist.

Zum Wachstum der Todesfälle … https://de.statista.com/…/todesfaelle-aufgrund-des…/ von heute 6.4. gibt die Zahl der Verstorbenen mit nahezu 70.000 weltweit an.

Die Grippe 2017/2018 hat in Deutschland ca. 25.000, weltweit deutlich mehr als eine Million Opfer gefordert. Diese Grippewelle wurde meines Wissens nicht als Pandemie bezeichnet.

Zwischenbemerkung: Ich will COVID-19 nicht kleinreden. Es gibt keinen Impfstoff und sie ist gefährlich für alte und kranke Menschen. Das ist die Influenza auch.

In Deutschland sind es kumuliert am 5.4. laut RKI 1342 Corona-Tote. Im Verhältnis zu durchschnittlich 2500 Versterbenden pro Tag in Deutschland, also 75.000 pro Monat ist die Zahl nicht wirklich erschreckend.

Bei http://www.euromomo.eu/ ist zu sehen, daß die gegenwärtige Kurve der sogenannten Übersterblichkeit in Italien der Kurve von 2017/2018 sehr ähnelt. In den meisten anderen europäischen Ländern gibt es keine nennenswerten Abweichungen.

Das italienische epidemiologische Institut beschreibt (https://www.epicentro.iss.it/…/Report-COVID-2019_2_april_20…) am 2.4.2020, daß das Durchschnittsalter der COVID-19 Verstorbenen bei 80 Jahren liegt (siehe Abbildung).
93% der Verstorbenen hatten eine oder mehr chronische Vorerkrankungen. 73% der Verstorbenen hatten zwei oder mehr chronische Vorerkrankungen. 50% der Verstorbenen hatten drei oder mehr chronische Vorerkrankungen (siehe Abbildung). Zu den chronischen Vorerkrankungen zählen insbesondere Herz-Kreislauf-Probleme, Diabetes, Atemprobleme und Krebs.
Ein Schelm, der denkt, daß durchschnittlich 80-jährige mit mehreren chronischen Grunderkrankungen hochwahrscheinlich auch an einer Influenza gestorben wären.
Weiterer Faktor der besonderen Situation in Italien ist die extreme Luftverschmutzung in der Po-Ebene: https://www.srf.ch/…/massive-schadstoffbelastung…
Im Bericht vom 5.4. schreibt das RKI für Deutschland: Insgesamt sind 1.342 Personen in Deutschland im Zusammenhang mit einer COVID-19-Erkrankung verstorben (Tab. 2). … Der Altersmedian liegt bei 82 Jahren. Von den Todesfällen waren 1.156 (86%) Personen 70 Jahre und älter. Im Unterschied dazu beträgt der Anteil der ≥70-Jährigen an allen übermittelten COVID-19-Fällen nur 15%. (https://www.rki.de/…/Situationsber…/2020-04-05-de.pdf…)
Über die Grunderkrankungen der als Corona-Toten gezählten macht das RKI keine Angaben.
Dagegen räumte das RKI bereits ein, daß alle als Corona-Toten gezählte Personen MIT COVID-19 verstorben sind aber nicht zwingend AN COVID-19.

Die Aufzählung dieser illustren Gestalten (Regierungschefs), die wir beide nicht mögen, bringt irgendwie nicht so richtig viel. Die einen verharmlosen, die anderen nicht. Schweden macht so, Deutschland macht so. Welche Aussagekraft hat das?